Tradition und Technik widersprechen einander nicht.
Im Gegenteil.

Geduldsprobe

Grundsätze

Beim Ausbau der Weine setzt das Weingut nach wie vor auf traditionelle Methoden. Unsere Erkenntnisse sind gewachsen, inzwischen verstehen wir die natürlichen Prozesse besser und können sie noch aufmerksamer begleiten und steuern. Auch wenn der Blick in das Kelterhaus manch romantische Vorstellung irritiert.

Neueste Kellertechnologie geht feinfühliger mit den Beeren um, als man es je vermochte: schonend langsam, mit minimalem Druck und ohne jeden Pump- und Schleuderstress. So ruhig und stetig konnten die Moste der Weißweine ihrer Weinwerdung noch nie entgegengären. Bei den Roten vergärt die Maische offen wie seither. Nur nicht mehr in Holzoder Kunststoffbütten, sondern im offenen Edelstahltank bei idealer Gärtemperatur, unabhängig von der Kälte oder Wärme draußen. Alles beim Alten also, nur besser.

Im Fasskeller ist Ruhe und Reife angesagt. Damit die roten Rohlinge während der Auseinandersetzung mit den Gerbstoffen des jungen Holzes ein stabilisierendes Korsett erhalten für ihre optimale Reife zum ausdruckskräftigen Wein. Ähnlich den roten erhalten auch besonders gehaltvolle weiße Moste ihre Prägung im Barrique. Insbesondere die Chardonnays und Burgunder, die das Holz mit einem dezenten, aber exotischen Ausdruck adelt.

In den Edelstahltanks kann intelligente Temperatursteuerung die
aufbrausenden Hefen dämpfen und die trägen ermuntern.
weiter